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André Butzer
Mit Texten von Daniel Mendel-Black, Philipp Schwalb und einer Diskussion mit dem Künstler


Deutsch / Englisch
Hardcover
34 x 32 cm
64 Seiten
29 Farb- und 2 Sw-Abbildungen
978-3-935567-66-4
35,00 Euro


 

André Butzer ist für seine expressiv ausgeführte figürliche Malerei bekannt, die er selbst einmal als Science-Fiction-Expressionismus bezeichnet hat. Diese Publikation setzt den Schwerpunkt jedoch auf seine jüngsten Farbfeldmalereien in Schwarz und Weiß, in denen zwei anti-geometrische Rechtecke eine brüchige Balance zwischen Bewegung und Stillstand miteinander halten.


In zwei Essays befreundeter Künstler sowie einem ausgedehnten Gespräch mit Butzer selbst untersucht das Buch die inneren Beweggründe, die zu Butzers unorthodoxer Orthogonalität führten und stellt sie im abgestimmten Breitformat auf nuancierten Farbtafeln dar.

 

RUNDHEIT – EINE DISKUSSION ÜBER MALEREI (Auszug)


Teil 1: Die Zahl


André Butzer: Die Heiligkeit der Fläche ist mit einem Maß verbunden. Ist das wahr, und wenn ja, wie messen wir das?


Daniel Mendel-Black: Ich suche keine mathematische Antwort, wie etwa den Goldenen Schnitt. Die Lösung lautet vermutlich nicht 1,6180339887. Pythagoras, Euklid, Leonardo von Pisa, Kepler und viele andere haben versucht, Schönheit zu quantifizieren, um eine universale Geheimformel in den Zahlen zu entdecken. Genauso wenig suche ich die Antwort in einer Ideologie, wie etwa der goldenen Mitte.


Ich bezweifele, dass die Schönheit irgendwo in der perfekten Ausgewogenheit moralischer Extreme zu finden sei, dass der Ort, wo Ethik und Ästhetik einander berühren, in irgendeiner Weise einen Durchschnitt biete. Philosophische Glaubenssysteme mögen Elemente von Wahrheit bieten, gewisse Schlüssel, Richtungen, die es Wert scheinen, sie zu verfolgen oder auch zu vermeiden, aber sie alleine können nicht die ganze Antwort beinhalten.


André Butzer: Das ist richtig. Diese Zahlen sind falsch und existieren nicht. Obwohl ich selbst an das heilige Ding glaube. Es gibt also diese Zahl im Sinne eines Verhältnisses, das allerdings unbekannt ist. Es ist nur etwas, das sehr nahe dran ist an dem heiligen Ding. Es sagt: Hier bin ich, ich kann nicht gezählt werden.


Daniel Mendel-Black: Newtons Passion für die Entdeckung des Steins der Weisen ist ein gutes Beispiel. Er hatte zahllose Stunden in der Abgeschlossenheit seines dunkeln Dormitoriums mit alchemistischen Versuchen verbracht. Dann, eines Tages, legte er seine gepuderte Perücke an (wie es damals Mode war) und erschien im hellen Morgenlicht mit dem Manuskript der Mathematischen Prinzipien der Naturphilosophie unter dem Arm, auf wundersame Weise wieder eingegliedert in seine akademische Gemeinde – mit Ausnahme einer Schlüsselstellung: Er lehnte die priesterlichen Weihen ab. Warum? Weil er die Dreieinigkeit verwarf. Er war offenbar ziemlich sicher, dass die geheime Zahl nicht 3 war.


Vielleicht geht es mir weniger um die Zahl als um die Vorstellung, dass was immer es ist sich selbst erklärt und auf seiner Existenz besteht.


André Butzer: Ich weiß überhaupt nichts von Existenz. Für mich geht es um einen Traum. Ich muss nur zerstören. Ich habe das Readymade zerstört. Wir malen nur für Kirchen. Jedes Bild zerstört endlos alles andere. Ich bin allein und ich kann eine Proportion des Lichts sehen. Wir sind halb Mensch, halb Gott, oder wir sind niemand. Wir können nicht schöpfen. Ich warte auf das heilige Ding, und ich habe es bereits in Perspektive gesehen.

 

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In Zusammenarbeit mit Galerie Max Hetzler, Berlin