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Albert Oehlen: unverständliche braune Bilder
Text Christian Malycha


Englisch / Deutsch
Hardcover, Leporello-Bindung
24 x 28 cm
56 Seiten
27 Farbabbildungen
978-3-947127-33-7
40,00 Euro

 

Durch das Buch blättern

 

Das Buch zeigt zwei neue Serien des Malers Albert Oehlen: die unverständlichen braunen Bilder, in denen er Elemente seines früheren abstrakten Werks aufgreift, neu kombiniert und mit unserer traditionellen Vorstellung vom Gemälde als rätselhaftem Objekt aus einer anderen Zeit konfrontiert. Daneben stehen die Bilder der Ö-Norm, deren Formen elegant auf der Leinwand ausbalanciert oder niedergerungen werden und zwischen Malerei und Collage den gegenwärtigen ästhetischen Standard des Künstlers bestimmen. Die zwanzig Arbeiten aus den Jahren 2020/21, die in einer Doppelausstellung in zwei Venues der Galerie Max Hetzler Berlin zu sehen waren, sind hier in bibliophiler Leporello-Ausgabe einmal als Werkfolge und gegenüberliegend in Installationsansichten zu sehen, in denen man den Gang durch die Ausstellungsräume nacherleben kann.

 

Unverständliche braune Bilder
(Auszug aus dem Text von Christian Malycha)


Unverständlich? Wie eine Sprache, die man nicht versteht. Aussagen, die sich nicht erklären. Bilder, die sich nicht fassen, nicht einordnen lassen. Also was tun? Wo beginnen? „Wenn du malst, hast du physisch eine Beziehung durch die Armlänge und die Pinsellänge zum Bild. Das ist die maximale Distanz. So viel siehst du vom Bild. Ist das Bild so und so groß, musst du diese und jene Bewegung machen, alles vorgeschriebene Faktoren.“ Entschlüsselung, aus nächster Nähe. Oehlen staucht und dehnt, zerrt und reißt an allem, was als Bildmaterial verfügbar ist. Er streut die Farben, sprüht und zerstreicht sie, wäscht sie herunter. Ruckhaft verspringen die Kontraste. Die Bildflächen zerfließen in Lasuren und Drippings oder erstarren in schroffen Farbblöcken. Bilder mit zentral aufragenden Schlieren wechseln sich ab mit von unten her aufgetürmten oder von oben stürzenden Bildern und solchen, die haltlos um eine leere Mitte kreisen.


Nichts als Gegensätze: zerbrochene Zentralität, gebündelte Zerstreuung. Zeichen werden Texturen. Dichte Passagen stehen gegen ein Stakkato kurzer Striche. Dynamik wird zögernd, Statik entschieden. Fülle begegnet Kargheit. Die Farbigkeit ist lichthell in den Primärfarben und verzogen in den Zwischentönen. Geometrie kontert gestische Ausbrüche. Ungestalte Linienzüge fassen sich vereinzelt als Buchstaben (ein „OA“ oder „A“) oder weiten sich zu enormen Landschaftszügen. Ornamentale Gespinste erscheinen unvermittelt leiblich als wuchernde Organe. Was „authentisch“ ist und was kalkuliert, bleibt in der Schwebe wie Ernst und Ironie. Die Ebenen wischen diffus ineinander, doch es ist gerade diese Unschärfe, die Oehlen scharf stellt. Wird solche Ungewissheit fundamental, ist die malerische Reflexion darüber absolut gegenwärtig. „Das finde ich anregend, denn die meiste abstrakte Malerei ist doch recht eindimensional, sehr einfach in der Anlage. Also, wie kann man das verkomplizieren, dass man was draus lernt?“