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Helga Paris:
Fotografien Photographs

Herausgegeben von Inka Schube für das Sprengel Museum Hannover, mit Texten von Helmut Brade, Jean-François Chevrier, Elke Erb und Inka Schube


Deutsch / Englisch
Hardcover mit Schutzumschlag
24 x 29 cm
320 Seiten
184 Duoton- und 16 Sw-Abbildungen
978-3-935567-19-0

vergriffen

 

 

Helga Paris (geb. 1938) hat über drei Jahrzehnte hinweg einen einzigartigen Bilderbogen geschaffen: Sie beobachtet die Menschen in ihrer Umgebung, betrachtet die Entwicklung kleiner Gesellschaften innerhalb ihrer größeren politischen Zusammenhänge, dokumentiert, wie Zeit und Zeitenlauf sie selbst und ihre Gegenüber verändern. Ihre Serien aus Berliner Eckkneipen (1974), von Müllmännern (1979), Berliner Jugendlichen (1982) und über die Stadt Halle (Diva in Grau, 1987) brachten ihr im Osten Deutschlands einen regelrechten Kult-Status ein. Mit der Wiedervereinigung hat sich ihr Blickfeld erweitert. Ihr präzises Schauen ist unbeirrt.


Die Fotografin Helga Paris blickt ihrem Gegenüber direkt ins Auge. Gegen den räuberischen Blick des Schnappschusses stellt sie den „aufgebauten Moment, den Höhepunkt einer direkten Kommunikation, den Moment der Verschmelzung von Fotograf und Objekt.“ (Deice Diening in „Für mich muss keiner lächeln“, Tagesspiegel, 11.3.2003). Ihr suchender Blick ist voller Neugier auf die Nuancen des Zwischenmenschlichen, auf alltägliche Anstrengungen, Wünsche und Sehnsüchte. Paris ist eine Zeitzeugin und Künstlerin, die sich preisgibt, als Fremde um Fotos bittet, in Berlin und Halle, 1995 auf dem römischen Hauptbahnhof ihre Legionari oder heute auf dem Berliner Alexanderplatz, den sie als Metapher für die zunehmende Disparatheit der Gesellschaft erlebt.

 

Die hochwertig gedruckte Monografie Helga Paris: Fotografien Photographs wird den in hoher künstlerischen Qualität geschaffenen Bilderbogen entfalten und zeigen, wie sich die Wahrnehmung der Zeitgeschichte und individuell erfahrene Lebenszeit mit dem sich verändernden Blick der Künstlerin überlagern. Vier essayistische Texte begleiten die chronologische Abfolge der Bilder und gehen auf unterschiedliche Aspekte des Werkes ein.


Wir blicken in Gesichter und schauen auf die innere Welt dieser Menschen, die eine längere Geschichte hat als der Augenblick des Fotografierens. Wir erleben ein Psychogramm unserer Zeit.

 

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Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes
In Zusammenarbeit mit dem Sprengel Museum Hannover