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Vera Lutter:
Light in Transit

Mit einem Text von Gertrud Sandqvist


Deutsch / Englisch
Steifbroschur mit Schutzumschlag
31 x 26 cm
60 Seiten
32 Abbildungen
978-3-935567-07-7

vergriffen

 

In ihrem ersten Buch präsentiert die in New York lebende Künstlerin Vera Lutter (*1960 in Kaiserslautern) einen Teil ihres Langzeitprojekts Void Transfer, das sich mit Mobilität in der heutigen Zeit befasst: eine Studie des internationalen Großflughafen Frankfurt. Diese „Drehscheibe mit einer Unzahl von Bewegungen“, ein Ort der Passage, geprägt von einem ständigen Kommen und Gehen, aber gerät bei ihr zu etwas Stillem, eingefroren in Licht, wie die schwedische Kunstkritikerin Gertrud Sandqvist in ihrem begleitenden Essay schreibt.


Lutter begegnet der hektischen Betriebsamkeit, indem sie die verschiedenen Gefäße und Hüllen, seien es Flugzeugrümpfe zur Aufnahme von Passagieren und Fracht, seien es die riesigen Hangare, in denen die Maschinen gewartet werden, in einer Technik festhält, deren Rauminhalt Leere ist. Die Camera obscura, jene Urform der modernen Fotografie, fängt für den Zeitraum der Belichtung sämtliche in ihrem Blickfeld liegenden Bewegungen ein und bringt sie zum Stillstand. Zwischen Hell und Dunkel, Klar und Obskur oszillieren die Erscheinungen, deren Lichtreflexe, im Fokus der Lochkamera gebündelt, sich auf der rückwärtigen Innenwand seiten- und höhenverkehrt in der Emulsion des Fotopapiers niederschlagen – nuancenreiche Unikate, die hier in hervorragender Druckqualität wiedergegeben sind. Lutter wählt für ihre provisorischen Aufnahmevorrichtungen Behältnisse aus, die wiederum assoziativ mit dem Reisen verknüpft sind: ein Koffer, wie ihn ein Reisender bei sich trägt, und ein Container, der für den Transport riesiger Lasten bestimmt ist.


Zwischen Wachheit und Traum schwanken denn auch die Bilder, deren geheimnisvolle Schönheit etwas Mystisches hat. „Und so hilft uns Vera Lutter mit ihren Camera-obscura-Bildern unsere Fähigkeit zur Aufmerksamkeit, zur Kontemplation wiederzuentdecken. Sie tut dies, indem sie uns, auch im buchstäblichen Sinne, ein Negativ von dieser Welt gibt. Durch das Emblem der vormodernen Welt, das klassizistische Camera-obscura-Bild von der Welt, führt sie uns jenseits der Moderne zum Mystischen, das sein Geheimnis inmitten des Lebens beibehalten hat.“

 

Light in Transit zeigt die im April und Mai 2001 entstandenen Flughafenbilder erstmals gemeinsam.